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Dienstag, 5. Juli 2011

Dominion - Reiche Ernte


Dominion... schon ein Phänomen. Ein hervorragendes Spiel, das süchtig macht – WENN man es erklärt bekommt. Versucht man selber, die Regeln zu lesen (die weiß Gott nicht schwer sind, nur eben ungewöhnlich), schwebt zunächst eine Armada von Fragezeichen um einen herum und man fragt sich: „Hä???“. 

Spielt man es dann... muss man die Regeln nur noch ab und an für Details hevor holen. Ansonsten gilt bei Dominion: 1-3x gespielt – für immer verstanden. Schon genial. Ich liebe es.

Es ist (zu Recht) zum Spiel des Jahres 2009 gewählt worden, hat bereits einen zweiten Basiskasten und mit „Reiche Ernte“ die mittlerweile 4te Erweiterung, um die es hier jetzt gehen soll.

Und was macht jetzt diese Erweiterung aus?

Auf Englisch heißt sie „Cornucopia“, also „Füllhorn“ und ich finde dieses Wort wesentlich passender, als die „Reiche Ernte“, denn es wird auf die Fülle an verschiedenen Karten geachtet, anstatt auf die Masse.

Freunde der „Ich kauf nur Goldkarten und vielleicht mal nen Markt“ Minimalstrategie, werden bei dieser Erweiterung ein wenig ins Schleudern geraten, wenn sie sehen, wie Mitspieler, die sich ihre Stapel mit vermeintlich unnützen Karten vollstopfen, plötzlich Aktionen über Aktionen machen können. Denn das belohnt die „Reiche Ernte“. 

Die meisten Karten, geben Vorteile, wenn man viele verschiedene Karten in seinem Stapel gesammelt hat. So zum Beispiel die neue Punktekarte „Festplatz“, mit der man pro 5 Karten mit unterschiedlichem Namen zwei Siegpunkte bekommt. 

Oder die Menagerie, die es einem erlaubt, drei Karten nachzuziehen, wenn man auf der Hand keine Karte mit doppeltem Namen hat.

Am Interessantesten ist sicherlich das „Turnier“. Hier kann man an die sogenannten „Preise“ kommen, Karten also, die man nicht normal kaufen kann. Sechs Turnier-Preise kann man ergattern, (wenn man eine Provinz auf der Hand hat und die ablegt) und die haben es in sich. Die Prinzessin macht mal eben alles zwei Taler billiger, mit dem Streitross kann ich mir VIER Silber nehmen (und noch eine weitere schicke Sache machen, wie z.B. +2 Aktionen oder +2 Karten), mit dem Gefolge bekomm ich Anwesen geschenkt und verteil fröhliche Flüche an meine verhassten Mitspieler und und und. 

Da wird in Zukunft noch der eine oder andere Preis als Promo-Karte  ins Haus flattern. Hoffe ich zumindest. Potential zum Ausbau hätte es auf jeden Fall.

Das Schöne an den Preisen: man kann sie sich aussuchen, denn es gibt jeden nur 1x und alle liegen offen aus.

Aber mal ganz ehrlich: braucht man so eine Erweiterung jetzt in echt?

Gute Frage... nächste Frage. Ich weiß es nicht. Die „Reiche Ernte“ kam bis jetzt ca. 15x auf den Tisch und alle waren jedes Mal schwer angetan. Wenn man Dominion liebt, MUSS man sie sich kaufen. So ist das eben. Spielt man Dominion allerdings ca. 5x im Jahr... dann braucht man sie wohl eher nicht.
Für meinen Geschmack ist nach wie vor die „Blütezeit“ die stärkste Erweiterung, denn sie vermittelte uns ein neues Spielgefühl. Man kann sich vor Geld gar nicht mehr retten – aber das stellt einen vor ungeahnte Probleme.

Ein derartiges Gefühl stellt sich bei der neuen Erweiterung nicht ein. Aber sie ist eine mehr als willkommende Bereicherung, die hervorragend mit den anderen funktioniert. Wer sich dann auch nicht vom leicht deftigen Preis abschrecken lässt, hat damit auf jeden Fall eine Menge Spaß und sollte sie sich unbedingt zulegen. Bei uns wird sie auf jeden Fall auch in Zukunft regelmäßig genutzt werden. Ich will schließlich auch mal endlich ein Turnier gewinnen und nen schicken Preis abgreifen...

Dominion – Reiche Ernte (4.te Erweiterung)
Von Donald X. Vaccarino
Verlag: Hans im Glück

Rezension: Christoph Schlewinski

Vielen Dank an den „Hans im Glück“ Verlag für die nette Bereitstellung eines Rezensionsexemplares.

Alle Bildrechte bei „Hans im Glück“.

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