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Freitag, 27. Februar 2015

Im Tal der Drachen - Queen Games




Vorab: Vielen Dank an Queen Games für das Rezensionsexemplar!


Wenn kleine Drachen Lust haben zu spielen, passiert ja meistens etwas. Wäre auch blöd, wenn nicht, denn sonst könnte man sich dieses Kinderspiel schenken...

Ich unterbreche gleich mal, bevor das wieder ausschweift und sage: "Hallo!"

Das sagt natürlich nicht nur mein Kumpel Nörgel, das sage auch ich. Und damit herzlich willkommen an alle Familien und Kinder bei "Im Tal der Drachen", von Johannes Berger und Julien Gupta, erschienen bei Queen Games, für 2-4 kleien Drachen ab 6 Jahren. Fangen wir mal an...

Das wurde auch Zeit...


Ja, Nörgel, ich weiß. Also, worum geht es? Die kleinen Drachen spielen gerne Feuerball-Fußball.
Ein kleiner Drache auf dem Turm. Niedlich, wah?

Und wie kleine Drachen nun mal so sind, spielen sie es am liebsten nicht da, wo sie dürfen, sondern auf dem Turm des Zauberers, der für sie strengstens verboten ist. Besagter Zauberer macht sich gerade auf dem Weg zurück zu seinem Turm und darf die kleinen Drachen auf keinen Fall erwischen. Und damit das nicht passiert, müssen die kleinen Zauberer - also die Kinder - ran und die Drachen mit Hilfe ihrer Zauberstäbe ins sichere Tal bugsieren...

Alleine gehts auch... ist aber nur halb so spannend...

... und mit "bugsieren" meint es dann auch genau das. Immer zwei Kinder müssen zusammen einen Drachen auf dem Turn zwischen ihre Zauberstäbe quetschen und so vom Turm runter ins Tal bringen - natürlich ohne dass der Drache dabei runterfällt.

Sind auf diese Weise alle Drachen vom Turm im Tal, bevor der Zauberer zu Hause ist, haben alle Kinder gewonnen. Ansonsten... eben nicht.

Das heißt dann also, die Kinder müssen motorisch schon super drauf sein, damit das Spiel überhaupt klappt?

Ja... und auch nein. Es gab Kinder, die nach 1-2 Fehlversuchen nicht mehr weiterspielen wollten. Aber genau so gab es Kinder, die trotz etlicher Fehlversuche nicht aufgeben und es immer wieder und wieder probieren wollten. Insofern kann die Frage "Ist mein Kind schon motorisch weit genug für dieses Spiel?" nur dadurch beantwortet werden, indem man das Kind davor setzt und schaut, ob der Funke überspringt. Aber das ist ja bei fast allen Spielen nicht anders.
Turm, Weg und Drachental

Okay... ABER: Wenn die Kinder es nicht mögen, 
landet es im Müll...

Auch DAS ist ja bei Spielen so...

Okay, okay, okay... ABER:...

Nee, Nörgel, nix mehr "ABER". 

Aber...

Nein!

Gut... dann eben nicht. Bitte schön. Werde ich halt wieder unterdrückt... kommen wir halt zur abschließenden Kritik...

So siehts wohl aus. "Im Tal der Drachen" zu bewerten ist nicht leicht, denn es macht viele Sachen richtig... und auch einige falsch. Und damit Nörgel hier nicht aussteigt, darf er die nicht so dollen Dinge aufzählen.

Wie jetzt? Echt?

Klar. Bitte. Deine Bühne.

Ich glaubs ja nich... okay... also dann... *räusper*... hier die Dinge, die mir nicht gefallen haben an "Im Tal der Drachen":

- der böse Zauberer kann durchs Würfeln sehr sehr schnell vor dem Turm landen. Das letzte Feld darf er durch den Würfel nicht erreichen. Gott sei Dank, sonst könnte das Spiel vorbei sein, ohne, dass auch nur ein Mal gezaubert wurde. Fühlt sich aber unorganisch an und führt bei den Kindern zu Fragezeichen auf dem Kopf
- manchmal muss man neben dem Drachen auch einen
So sieht der Feuerball aus... gar nicht einfach.
Feuerball mit den Stäben tragen. Das ist natürlich schwieriger - bringt aber keine zusätzliche Belohnung. Da fragt man sich: wieso? Wenn es doch schwieriger war... das ärgert die Kinder. Und mich ärgert das auch. Ich schaffe das oft gar nicht, mit dem Feuerball und WENN man dann mal...


Nörgel... du schweifst ab. Noch was?

Oh... nee. Das wars. Jetzt komm du halt mit deinen positiven Seiten.

Aber sowas von. Dinge, die an "Im Tal der Drachen" richtig gut sind: 

- die Aufmachung ist super und bietet einen sehr hohen Aufforderungsreiz für Kinder
- die Geschichte ist sehr schön und spricht Kinder sofort an
Beispiele für die Plättchen. Damit wird es noch kniffeliger.
- das Spiel ist wahnsinnig variabel. Man kann die Distanz variieren, die die Kinder mit den Drachen zurücklegen müssen. Man kann die Aufbauten im Tal dazu verwenden, bestimmte Bereiche zu bestimmen, in denen die Drachen abgelegt werden müssen. Man kann sogar Plättchen ziehen, die einem sagen, wie man die Drachen transportieren soll, z.B. mit beiden Händen am Zauberstab oder mit geschlossenen Augen oder oder oder...
- das es sowohl ein kooperatives als auch Geschicklichkeitsspiel ist, müssen sich die Kinder absprechen, wie sie den Drachen bewegen. Wo sie die Stäbe ansetzen, wie schnell/langsam man das machen sollte usw. Außerdem ist jedes Kind mal mit jedem Kind dran. Schön abwechslungsreich.


"Im Tal der Drachen" ist trotz Nörgels Abstrichen ein ziemlich gutes Kinderspiel. Die Runden, in denen das gut bis sehr gut ankam, übertreffen die Runden, in denen die Kinder schnell keine Lust mehr hatten, um Längen.
Sind die nicht niedlich? Ich finde die niedlich...
Es schult Kommunikation, es schult Motorik... und gerade der letzte Punkt ist wahnsinnig wichtig in einer Zeit, in der die Kinder mit fünf Jahren schon die Smartphones ihrer Eltern konfigurieren können, aber es nicht schaffen, rückwärts zu gehen. Da braucht es einen Gegentrend und mit einem Spiel wie "Im Tal der Drachen" kann man - zumindest im Kleinen - dagegen wirken.

Deshalb von mir eine unbedingte Kaufempfehlung. Quasi 8 von 10 möglichen Drachen.

Im Tal der Drachen
von Johannes Berger und Julien Gupta
Für 2-4 kleine Zauberer ab sechs Jahren (mit den dickeren Zauberstäben) sonst eher ab 7...
Erschienen bei Queen Games

Mittwoch, 11. Februar 2015

Talo


Hallo zurück nach langer Pause und ein großes "Hallo!!!" an alle Familien, Kinder und auch Gerne-Spieler. Heute gehts um "Talo", das ein ganz einfaches Prinzip aufgreift: Jedes Kind baut gern mit Klötzchen. Das ist einfach eine Tatsache...

Ja, deshalb ist ja auch Lego so erfolgreich...

Genau, Nörgel... das ist - wie immer - mein Kumpel Nörgel...

Auch bei Erwachsenen... die bauen da auch noch gerne mit...

Ja, ist gut jetzt...

Weißt du eigentlich, WIE erfolgreich Lego ist? Letztes Jahr haben die...

Es geht hier nicht um Lego, es geht hier um "Talo", ein Spiel von Uta Krüger, Bernd Poloczek und Jens-Peter Schliemann, erschienen bei "Drei Hasen in der Abendsonne"...

Ach so... man kann deine Handschrift auch kaum lesen... außerdem wollte ich es ja nur sagen...

Hast du ja jetzt und damit ist gut. Und damit wieder zu "Talo", einem Kinderspiel mit einer schweren Packung, in der viel viel Holz drin ist und kaum ist die Packung auf, greifen die Kinder nach den Klötzen und fangen an, damit rumzubauen... so soll das sein.  Nörgel und ich haben das ausgiebig getestet...

... Lego auch... also ich...

*stöhn*... und dabei festgestellt: "Talo" ist so simple wie faszinierend. Ist man am Zug, würfelt man mit einem 10seitigen Würfel. Jetzt kann man einen Stein in der Länge der gewürfelten Zahl verbauen... oder zwei Steine, deren Länge zusammen diese Zahl ergeben.

Mach mal ein Beispiel. Sonst versteht das doch keiner.

Ich bitte dich, Nörgel. Die Leute sind doch nicht gehirnamputiert...

Trotzdem...


Gut, dann... würfle ich also eine sieben, darf ich einen Klotz der Länge sieben verbauen oder zwei Steine, deren Länge zusammen sieben ergeben. Verbauen darf man im Grunde, wie man will. Neben Klötze, auf Klötze, stehen, liegend, in der Waage bleibend... ganz egal. Hauptsache, es ist stabil, nachdem man los lässt. Hat man den oder die Klötze so verbaut, darf man seine Figur bewegen. Wenn es geht, darf man hoch steigen, aber immer nur wie auf einer Treppe. Das heißt: maximal eine Stufe auf einmal und nicht von Ebene 0 auf Ebene 8 oder so.

Denn: wer seine Figur zuerst auf Ebene 10 setzen kann, gewinnt.

Lego klingt spannender...

Wir ignorieren Nörgel mal und bleiben bei "Talo". Allein der Aufforderungscharakter ist riesig bei diesem Spiel. Aller Kinder wollten und wollen sofort mitspielen. Und sie bleiben die ganze Zeit dabei...

Also lohnt es sich? Obwohl es kein Lego ist?

Ja, Nörgel, das lohnt sich. Wie eingangs schon erwähnt, kriegt man Kinder mit Klötzen immer. Das schöne an "Talo" ist allerdings: ganz nebenbei arbeiten die Kinder im Zahlenraum von 1-10 herum. Da kann man als Erwachsener fast schon hinterhältig Mathe üben und die lieben Kleinen bekommen es noch nicht einmal mit. Stattdessen fiebern alle dem Rennen auf die 10te Ebene mit.

Leider sind die Regeln nur suboptimal. Die sind weiß Gott nicht schwer geschrieben. Und auch bebildert. Aber in manchen Punkten muss man sich Hausregeln machen. Wenn es z.B. ums Bauen geht... oder was passiert, wenn die 10te Ebene mit den verfügbaren Klötzen gar nicht mehr erreicht werden kann. Alles nicht schlimm, das kann man ja irgendwie regeln... aber schön wäre es, wenn es drin stünde.


Dennoch ist Talos ein super Kinderspiel, bei dem auch die Erwachsenen gerne mitspielen. Denn für die ist das genau so faszinierend, wie für Kinder...

Wegen dem Lego nämlich...

... ja, genau, Nörgel... wegen DEM Lego... aber ganz so unrecht hat mein meckernder Kollege nicht. Vielleicht kommt die Tatsache, dass Erwachsene "Talo" gerne mit ihren Kindern spielen daher, dass es sie wieder ins Kinderzimmer transportiert und man sich selber auf dem Spielteppich hocken und Holzburgen bauen sieht... wer weiß das schon...

Und es soll auch egal sein. "Talo" vermittelt Mathematik, räumliches Denken und auch eine kleine Portion Geschicklichkeit. Alles Dinge, in denen Kindern sich ständig üben sollten. Und dafür ist "Talo" bestens geeignet.

Und jetzt sag doch mal, wieso du immer so riiiiieeesen Pausen in deinem Blog hast. Mh? Sag das mal...

Ja.. ja ja ja... ich weiß es doch. Aber 2014 war schon ein irres Jahr. Mit unserem Kabarett Duo "Fußpflege Deluxe" haben wir nicht nur eine Agentur gefunden, nein, wir haben sogar zwei renommierte Kabarett-Preise gewonnen. Die "Eschweiler Lok" und den "Reinheimer Satirelöwen". Da geht so ein Jahr schon mal rum. Und zwar so was von... man möge es mir also nachsehen. 

Talo
Von Uta Krüger, Bernd Poloczek und Jens-Peter Schliemann
Für 2-4 kleine Bau- und Rechenmeister ab 6 Jahren
Erschienen bei Drei Hasen in der Abendsonne